5. Dezember 2008 - 9.Januar 2009

GUNHILD KREUZER

Rosige Zeiten in Neukölln!


VERNISSAGE: 05.12.2009, 20 Uhr
PERFORMANCE: 09.01.2009, 17 Uhr
FINISSAGE: 09.01.2009, 20 Uhr

Früher kam es "Schlag auf Schlag" in Neukölln, jetzt "Rose auf Rose". Die Zeiten haben sich geändert seit wagemutige Künstlerinnen wie die Performenautin Gunhild Kreuzer street credible und durchschlagend das kaiserliche Pflaster eroberten. "Rosige Zeiten in Neukölln! Frau ROSE bekommt eine ROSE" heißt ihr jüngster friedliebender Totalangriff auf die Öffentlichkeit. Promenade und Galerie kreuzt Frau Kreuzer im Schillerpalais. Straße, Kiez und Kunst treffen in der Ausstellung aufeinander. Mit ihrem "Kunstanhänger" einem artionalen Wohnmobil machte die Aktionsdiva bereits Schlagzeilen.So funktioniert das "Prinzip Rose": Eine Frau, die diesen Namen trägt, bekommt im Rahmen der Performance die gleichlautende Rose. Als Beweis ist das Klingelschild auf einem Dokufoto zu sehen. Festgehalten wird auch die Empfängerin und die Blume am Ort ihres Verbleibs. "Rose" heißen nicht nur Menschen aus dem hiesigen Kulturkreis, die türkische Rose nennt frau "Gül", weitere Nationen lassen sich nicht lumpen. Von nun an ziehen die Rosen durch Neukölln, hinter sich, nur im Falle unsachgemäßer Halterung eine Blut- ansonsten wohl eine rote Blütenspur.
Kreuzers zweiter Streich, ebenfalls als Fotoserie visualisiert ist benannt "der fernseher schaut zu ". Erstmals zeigen sich native und zugereiste Neuköllner natürlich und ungehemmt vor ihren Fernsehern. Oder müßte man sagen: dahinter? Was ist hier eigentlich vorne und hinten, wer ist der aktive und wer der hinnehmende Part? Und welche Rolle spielt die Fernbedienung? Soviel ist sicher, auf diesen Fotos ist alles zu sehen, außer TV´s.Die Ausstellungseröffnung wird begleitet durch eine typisch Neuköllner Gruppenhängung. Sie spottet aller Beschreibung. Nur soviel steht fest, 13 bedeutende Künstler des Zuwanderungsgebietes werden zeitgleich ausgewählte Werke mit Hammer und Bohrmaschine an die Schauwände des Schillerpalais heften. Die Aktion versteht sich desgleichen als eine von drei Performances im Rahmen der Reception.

Dauerperformance mit Camilla Graff Junior alias Mona Motel
In der Dauerperformance von Mona Motel wurden die Besucher gebeten, der „Prinzessin„ eine Nachricht oder ein Präsent zu schenken. Und wenn sie gerade einmal nicht im Schillerpalais war, legten Sie´s aufs Bett. Mona freute sich.

…AND HALF OF THE KINGDOM

A long durational performance-installation, Berlin 2008/09
How would you celebrate my birthday?
Does one know what one is looking for, before one finds it?
Who is to share my bed with me?
A tryout – a test
Questions, answers are to be invented, re-invented…
Conception: Camilla Graff Junior (Denmark)
Performer: Mona Motel (France/Denmark)
Beginning: 5th of December 2008 8.00 pm
Ending: 9th of January 2009 8.00 pm
Next performance:
9th of January 2009 5.00 pm – 8.00 pm
PS:When I’m not there you can leave me a word (in my little white book) or a
present (on my bed). You can also let me know when the meal is ready!